ConRaD SampleScan

In Stahlwerken besteht das Risiko, dass radioaktiv kontaminierter Schrott in den Schmelzprozess gelangt. Solches Material kann beispielsweise aus stillgelegten kerntechnischen Anlagen stammen oder es handelt sich um radioaktive Strahler, die in Industrie, Forschung oder Medizin eingesetzt wurden und in den Recyclingkreislauf gelangt sind. 

Um sicherzustellen, dass das Endprodukt frei von radioaktiven Verunreinigungen oberhalb des natürlichen Strahlungsniveaus ist, werden während des Produktionsprozesses Proben entnommen und auf Radioaktivität hin untersucht.

Das Messsystem ConRaD SampleScan dient zur Kontrolle dieser Stahlproben. Es überprüft, ob eine radioaktive Kontamination vorliegt und ob ein definierter Grenzwert überschritten wird. Eine dickwandige Bleikammer reduziert die natürliche Umgebungsstrahlung auf ein Minimum und ermöglicht so den Nachweis geringster Aktivitäten.

Das Messsystem ist in zwei Ausführungen erhältlich:

Manuelle Ausführung

Bei der manuellen Variante wird die Stahlprobe vom Bediener im Labor in das Messsystem eingelegt. Nach Abschluss der Messung wird das Ergebnis auf dem Bildschirm angezeigt und ein Bericht zu jeder Messung angelegt. 

Automatische Ausführung

Die automatische Variante wurde für den Einsatz mit Laborleitsystemen entwickelt. Die Proben werden hier durch einen Roboter in das Messsystem eingelegt und der gesamte Messablauf erfolgt vollautomatisch ohne Bediener. Nach Abschluss der Messung wird das Ergebnis an das Labor- bzw. Prozessleitsystem übertragen und dort weiterverarbeitet.